Migräne


Hämmern im Kopf, stechend, pulsierend, meist einseitig, zermürbende Kopfschmerzen. Oft kommen noch Übelkeit und Erbrechen hinzu.
Wenn man Glück hat, dauert es nur wenige Stunden,
wenn man Pech hat kann es bis zu drei Tagen andauern.
Bei einigen kündigt sie sich schon Stunden bis Tage zuvor an, durch Müdigkeit, erhöhte Reizbarkeit, eine Art Angetriebensein, häufiges Gähnen oder auch Heißhunger nach Süßem.

Mitunter treten vor der Schmerzatttacke auch Lichterscheinungen auf, wie Flimmern, Lichtblitze oder Veränderungen im Gesichtsfeld, was als Aura bezeichnet wird. Meist dauert es dann keine Stunde mehr und die Schmerzen beginnen.

Bewegungen und Erschütterungen verschlimmern das Ganze noch und die Betroffenen haben ein großes Bedürfnis, sich in einen ruhigen, dunklen Raum zurückzuziehen. Was bleibt ist die Hoffnung, dass es so schnell wie möglich vorüber geht.

Kopfschmerzen gibt es schon solange, wie die Menschheit selbst. Schon vor 7000 Jahren nahmen Steinzeitmenschen mit Faustkeilen Operationen am Schädel vor, in alten Papyrusrollen aus Ägypten wird empfohlen, die bösen Wesen im Kopf durch Anrufung der Götter zu exorzieren und Hippokrates schrieb um 400 vor Christus, dass giftige Dämpfe aus der Leber zum Kopf aufsteigen würden.

Die Ursachen der Migräne sind vielschichtig und werden auch heute noch kontrovers diskutiert. Zum einen ist die Migräne erblich bedingt, tritt also familiär gehäft auf, es kann auch eine Dysbalance bestimmter Neurotransmitter im Gehirn auftreten, ebenso wie Entzündungen an Blutgefäßen des Gehirns.

Zusätzlich können Trigger ins Spiel kommen. Unter Triggern versteht man innere oder äußere Reize, die bei gegebener Veranlagung das Auftreten einer Migräne begünstigen können. Dies können unter anderem folgende sein:

Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf
Hormonelle Veränderungen, wie beim Zyklus
Wechselnder Schlaf-Wach-Rhythmus
Stress körperlich oder seelisch
Bestimmte Nahrungsmittel, wie Käse, Schokolade, Rotwein
Äußere Reize, wie flackerndes Licht
Wetterveränderungen, wie Tiefdruck, Föhn

Da die Ursachen und Trigger so vielfältig sein können, führe ich in meiner Praxis eine umfangreiche naturheilkundliche Diagnostik durch, unter anderem unter Berücksichtigung der Traditionellen Chinesischen Medizin, der Osteopathie und des Hormonsystems.
Die Therapie ist dann jeweils individuell auf den Patienten zugeschnitten unter Berücksichtigung seiner Bedürfnisse.